Wasser als Schlüssel zu Gesundheit und Ganzheit: Ein Interview-Special mit Ulrike Sachse

von Frederike
Wasserblasen

Meine Interview-Partnerin ist Ulrike Sachse, Diplom-Ingenieurin für Verfahrenstechnik mit der Spezialisierung Biotechnologie. Ulrike betreibt zusammen mit ihrem Team das Wasserkontor in Prenzlauer Berg in Berlin, das sich auf das Thema sauberes Wasser fokussiert hat. Ihr Credo beruht darauf das beste Wasser für jeden Einzelnen zu finden und individuelle Lösungen anzubieten. Ihr Angebot reicht von diversen Wasserfiltern über effektive Mikroorganismen zu besonderen Urseifen. Außerdem haben Kunden die Möglichkeit verschiedene Wasser zu testen, abzufüllen als auch ihr Wasser im Labor untersuchen zu lassen.

Liebe Ulrike, vielen Dank, dass du Zeit für dieses Interview gefunden hast. Als allererstes stellt sich mir natürlich die Frage: Warum gutes Wasser?

„Ich stolpere über die Formulierung gutes Wasser. Erst einmal geht es darum Wasser zu trinken.
Damit fing auch die Wasserwelle an, die ich in den letzten 20 Jahren beobachtet habe. Ein iranischer Arzt und Alternativmediziner Batmanghelidj veröffentlichte, in dem es um das Wasser trinken an sich geht.
Batmanghelidj saß durch den Bürgerkrieg eine Zeitlang im Gefängnis und predigte dort seinen Mitgefangenen, die unter Schmerzen, Magengeschwüren und anderen Zivilisationskrankheiten litten, Wasser zu trinken. Auch wenn sie nur fünf Minuten am Tag Zeit hatten, sollten sie so viel Wasser wie möglich trinken. Seine Beobachtungen waren, dass die Menschen durch seine Anweisung ihre Zivilisationskrankheiten im Gefängnis kuriert hatten.
Das war sein Beweis, dass Wasser häufig der Schlüssel zur Gesundheit ist. Er hatte die Stärke, auch wenn Menschen mit Magengeschmerzen zu ihm kamen und nach einer Tablette fragten, ihm Wasser zu geben. In allen Fällen half es. Im Magen kann man sich das auch sehr gut vorstellen, denn wenn Wasser fehlt, um die Magensäure zu verdünnen, ist das Milieu zu sauer und die Schleimhäute können angegriffen werden. Bei Gelenkschmerzen kann man sich das auch gut erklären. Wenn nicht genug Feuchtigkeit im Körper vorhanden ist, dann trocknen die Knorpel aus und der Rücken tut weh. Das trifft auf alle Gelenke zu.

Durch das Buch wurde mir noch einmal bewusster, dass Wasser unser Lebenselixier ist und dass an unserem Umgang mit Wasser auch unser gesundheitliches Wohlbefinden im hohen Maße abhängt. Was noch ganz interessant ist, für Batmanghelidj stellt sich nicht die Frage, welche Qualität hat das Wasser, sondern das überhaupt mehr Wasser getrunken wird.

Daher ist es mir als auch uns im Team besonders wichtig, den Menschen nicht zu sagen, welches Wasser sie trinken sollen oder welche Qualität es haben sollte, sondern dass die Menschen überhaupt Wasser trinken. Eine unserer Hauptfragen ist ‚Schmeckt Ihnen Ihr Wasser?‘ Und wenn nicht oder wenn sie sich viel mit diesem Thema auseinandersetzen, kann man natürlich auf die Qualität schauen. Wir versuchen mit dem Kunden herauszufinden, was für ihn/ sie ein gutes Wasser ist. Nur weil ich ein Wasser besonders gut finde, muss es nicht heißen, dass es auch für den Kunden gut ist.“

Ulrike erzählt, dass sie jahrelang nicht gemerkt hat, dass sie wirklich durstig war, bis sie bei einer Freundin deren Wasserfilter ausprobiert und festgestellt hat, dass Wasser schmecken kann. Das war für sie ein großer Wendepunkt, mehr zu trinken und auch auf die Qualität zu achten.

Wie merke ich denn, ob ein Wasser gut ist oder nicht?

„Dazu erzähle ich gerne eine Geschichte. Eine Kundin kaufte sich eine Wasserenergetisierungsanlage. Zu jedem Kauf gibt diese Firma eine Keramikscheibe mit Einschlüssen von Bergkristallen und EM-Keramik (Effektive Mikroorganismen) hinzu. Da diese Scheibe zu groß für Wasserkaraffen oder ähnliches war und sie über eine große Pferdekoppel verfügte, legte sie sie in einen der zwei Tränken der Pferde. Sie beobachtete, dass ab diesem Zeitpunkt alle Pferde der Koppel nur noch aus dieser einen Tränke tranken, obwohl die am anderen Ende der Koppel stand.

Wir beobachten häufig, dass Tiere sehr sicher sind, ob es ihnen gut tut oder nicht. Tiere lehnen häufig auch ein Wasser ab. Sie nehmen es nicht und trinken lieber aus einer Pfütze als das Wasser aus dem Wasserhahn. Das ist wirklich ein ernst zunehmender Hinweis, dass das Wasser aus dem Hahn nicht gut ist.

Machen effektive Mikroorganismen (EM) das Wasser lebendiger?

„Lebendigkeit ist nur einer von vielen Begriffen. Man kann auch Vitalität oder Belebung von Wasser sagen. Lebendigkeit ist momentan noch ein relativ schwammiger Begriff, mit dem man eine Eigenschaft des Wassers versucht zu beschreiben, den man mit chemischen Parametern nicht fassen kann.
In unserem Labor sind wir es gewohnt Wasser chemisch anzugucken. Man kann unter anderem den Kupfergehalt, den ph-Wert als auch den Gehalt von Chloridionen messen. Das ist aber eine Beschreibung, mit der man nicht weiterkommt, wenn man sich tiefer mit Wasser beschäftigt. Wenn ich mir berühmte Heilquellen, z.B. Lourdes oder das sagenumwobene Hunzer-Wasser, nur chemisch angucke, kann ich kein System finden.
Ich kann nicht sagen, dass alle Wasser, die wenig Natrium enthalten oder viel Eisen enthalten, gut sind. Berühmte Heilquellen können eisen- als auch schwefelhaltig oder -arm sein. Sie können basisch, neutral, mineralienreich oder mineralienarm sein. Mit einem rein chemischen Verständnis kommt man dort nicht weiter und dennoch gibt es Unterschiede in der Wasserqualität.

Eine beliebte Methode, um Wasser zu testen, sind Pflanzenuntersuchungen, z.B. Kressetests. Die Frage dazu ist: Wie schnell entwickelt sich ein Kressekeimling, wenn ich ihn mit verschiedenen Wasserqualitäten gieße. In dem Sinne meint man mit Lebendigkeit Wasser, das Pflanzen aus einem bestimmten Grund schneller wachsen lässt. Ein Wasser, das auf Organismen so wirkt, das diese mehr Energie haben und vitaler sind.
Den Grund für die Lebendigkeit des Wassers ordnet man zur Zeit eher in der Struktur, also in der physikalischen statt chemischen Sparte, an. Es fehlt aber die systematische Forschung und eine einheitliche Sprache.
Bisher haben Einzelpersonen Merkmale lebendigen Wassers festgelegt, das zwar ihr Alleinstellungsmerkmal unterstreicht, doch wir es dadurch nicht vergleichen können.
Wir können nicht sagen, ob hexagonales Wasser besser ist als supervitales Wasser. Das sind alles unterschiedliche Ebenen.“

Heißt das, dass ihr im Wasserkontor hauptsächlich nach dem Geschmack und Gefühl des Kunden beratet?

„Genau. Es fehlen Testverfahren. Diese gibt es zwar, doch es gibt kein allgemein anerkanntes Verfahren. Deswegen muss der Testsieger nicht sofort das beste Wasser sein, sondern es zeigt nur, dass das Wasser in diesem speziellen Verfahren gewonnen hat. Wir sind noch in einem Prozess. Wichtig ist aber, dass man auf keinen Fall leugnen kann, dass Wasser unterschiedliche Qualitäten hat. Nur weil man die wissenschaftliche Formel noch nicht kennt, heißt das nicht, dass es das Phänomen nicht gibt.

Es gibt noch ein anderes Beispiel, das die Bedeutung der Struktur unterstreicht: Lange Zeit hat man gedacht, wenn man Wasserwege gerade gestalten sollte, so dass man schneller von A nach B kommt, also effektiver ist. Umweltschützer stellten später fest, dass Geradlinigkeit von Gewässer nicht förderlich für die Natur ist.
Also gaben sie als ersten Schritt Felsbrocken zur Renaturierung ins Wasser, die für natürliche Wasserwirbel sorgten. Durch die Wasserwirbel ist man auf dem Weg zu natürlichem Gewässer, da das Wasser nicht mehr stur geradeaus strömt.

Technisch gesehen ist es perfekt, wenn es geradlinig strömt und nicht wirbelt, aber in der Natur ist das Perfekte gerade andersherum. Das Wasser soll möglichst viel wirbeln. Es ist wissenschaftlich noch nicht bewiesen, warum, aber man kann beobachten, dass ein wirbelndes Wasser eine höhere Oberflächenspannung hat.
Zusätzlich schießt die Vegetation bei wirbelndem Wasser in die Höhe. Das Wasser scheint durch natürliche Wirbel eine andere Qualität zu bekommen und die Pflanzen werden stärker, vitaler und lebendiger. Sie sind robuster gegenüber Schädlingen und Schadstoffen. Durch dieses energetisierte/ verwirbelte Wasser werden in der Landwirtschaft auch deutlich höhere Erträge erzeugt.“

Kann ich verwirbeltes Wasser mit energetisiertem Wasser gleichsetzen?

„Verwirbeln ist eine Methode, um Wasser zu energetisieren, und auch die natürlichste. Andere Methoden des Energetisierens sind Energiefelder von zum Beispiel Steinen. Halbedelsteine, wie Bergkristalle haben eine Schwingung, die Einfluss auf die Wasserqualität haben. Und auch mit Magnetfeldern löse ich eine Schwingung aus. Formen haben auch etwas mit Schwingung zu tun. Das Wasser verändert dadurch seine Vitalität genauso wie klassische Musik dies tun kann oder auch der Bio-Wasser-Wirble aus einer anthroposophischen Werkstatt. Beobachtungen haben gezeigt, dass schon ein Liter gewirbeltes Wasser, das man zusätzlich zur Wäsche gibt, die Wäsche sauberer machen soll und man weniger Waschpulver benötigt. Gibt man gewirbeltes Wasser in den Wischeimer, wischt es sich auch besser.“

Ist das der gleiche Effekt, den ich auch mit effektiven Mikroorganismen erziele?

„Das kann man mechanisch erklären. Die effektiven Mikroorganismen sind kleine Mikroorganismen, die wirklich etwas fressen, das ist realstofflich. Bei gewirbeltem Wasser sind wir im rein energetischen Bereich. Die Beobachtungen zeigen, dass die Energie von einem Liter gewirbelten Wasser sich auf das andere Wasser überträgt. Ich muss somit nicht jeden Liter einzeln wirbeln, sondern die Information/ Schwingung verbreitet sich.

Die Energetisierung kam bei mir erst mit der Zeit dazu, zum großen Teil durch Kunden, zum Teil auch durch spezielle Produkte, wie unsere Urseifen. Diese sind sehr feinstofflich, da sie aus anthroposophischem Haus sind. Da es bei diesen Urseifen eine Art Treppe der Feinstofflichkeit gibt, also Seifen für „Anfänger“ und Seifen für „Fortgeschrittene“, habe ich erfahren, dass die Seifen, je feiner sie werden, umso wirksamer und intensiver als auch breiter in der Anwendung sind. Ein anderes Beispiel ist der Pflanzenschutz: Wenn ich mit Chemie arbeite, dann benötige ich jeweils ganz spezielle Mittel für jede Pflanzenkrankheit. Wenn ich mit EM arbeite, verbessere ich die Bodenqualität und stärke die Pflanzen mit sehr wenigen Produkten, muss aber eine Dosis einhalten, damit es wirkt. Wenn ich mit Urseife arbeite, dann habe ich ein oder zwei Produkte, die ich extrem sparsam anwende. Ebenso wird ein hoch energetisches Wasser für jedes körperliche Bedürfnis oder Leiden hilfreich sein, während ein zum Beispiel besonderes basisches oder schwefelhaltiges Wasser einen speziellen Zweck erfüllen würde.

Auch hierbei lasse ich den Menschen die Wahl. Wer keinen Zugang zu feinstofflichen Energien hat, den muss ich nicht zwingen, damit zu arbeiten. Daher bin ich froh, auch milde echte Mitte wie EM zu haben, mit denen man viel erreicht. Außerdem hat Wasser auch eine materielle Ebene. Es verdünnt die Magensäure, ist wichtig für die Knorpelflüssigkeit und noch so viel mehr. Da habe ich auch harte Fakten. Wasser hat beide Aspekte, den materiellen als auch den energetischen. Damit ist es für jeden wichtig, egal, welchen Aspekt man nutzt.“

Ich bedanke mich für dieses wertvolle Interview, das ich mit Ulrike aus dem Wasserkontor in Berlin führen durfte und hoffe sehr, dass es inspiriert mehr Wasser, und vor allem energetisiertes/ lebendiges Wasser zu trinken, um von den teilweise unglaublichen Möglichkeiten zu profitieren. Außerdem soll es dazu anregen, ein bewussteres Leben im Einklang mit der Natur zu leben.

Ulrike Sachse und das kompetente Team des Wasserkontors findet ihr in der Bötzowstraße 29 in 10407 Berlin.

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